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Wissenschaftlicher Ansatz
Einleitung
Die MAB ist - seit ihrer Gründung vor über 25 Jahren - Bindeglied zwischen Wissenschaft und Praxis. Um diese Brückenfunktion ausüben zu können, verfolgt sie einen eigenständigen, lösungsorientierten Management-Ansatz. Erprobtes Management-Wissen und bewährte Erkenntnisse wie beispielsweise das auf dem St. Galler Management Modell basierende «ganzheitliche Management» werden mit aktuellen Konzepten zur resultat-orientierten Führung integriert. So können die Vorteile der einzelnen Management-Ansätze genutzt, ihre Schwächen zugleich kompensiert werden.
Die Entwicklung zu diesem globalen Management-Ansatz wollen wir hier kurz beschreiben.
Management als Beruf
Führungskräfte sind für die ihnen anvertrauten Werte verantwortlich: den Wert einer Vertrauens- und Leistungskultur; den Wert von Kundenbeziehungen, Marktpositionen, Kernkompetenzen und Wettbewerbsvorteilen; den Wert motivierter Mitarbeiter(innen), des Ansehens in der Öffentlichkeit, der Reputation. Und nicht zuletzt für den Unternehmenswert, den sie durch ihre Entscheidungen massgeblich beeinflussen.
Woher nehmen Top-Manager, General Manager und Führungskräfte der nachgelagerten Ebenen die Kenntnisse und Fähigkeiten, um diese anspruchsvolle Führungsaufgabe optimal wahrzunehmen?
Management ist ein Beruf. Mit grosser Verantwortung. Weitreichenden Konsequenzen. Und enormen Anforderungen. Seit fast 25 Jahren gehört es zur Mission der MAB, Führungskräfte dabei zu unterstützen, diese Verantwortung kompetent und nach wissenschaftlich untermauerten Erkenntnissen der Management-Lehre wahrzunehmen.
Management Theorien
Wer heute in eine Suchmaschine den Begriff «management theory» eingibt, findet zehntausende Einträge. Unzählige wirkliche und selbsternannte Experten bieten Rezepte, Buchautoren empfehlen Handlungsanleitungen. Viele dieser als «Management by...» bekannt gewordenen Theorien geben interessante Anregungen und Impulse. Eine umfassende Management-Qualität jedoch sichern sie nicht.
Management Konzepte
Management Konzepte gehen da schon weiter. Sie orientieren sich an eingrenzbaren Problemstellungen und bieten empirisch abgesicherte Lösungsansätze. Damit lassen sich Lösungen für abgrenzbare unternehmerische und führungsmässige Teilaspekte entwerfen.
Management Modelle
Management-Modelle verfolgen einen umfassenden Ansatz. Sie basieren auf der Vorstellung, dass nur das Denken in Zusammenhängen zu richtigen Entscheidungen führt. Mit Hilfe von Erkenntnissen der Systemtheorie und der Kybernetik soll es möglich werden, mit Themen wie Komplexität, Lenkung und Anpassung richtig umzugehen.
St. Galler Management Modell
Ein in der Praxis anerkanntes und verbreitetes Modell ist das St. Galler Management Modell. Die ersten Publikationen dazu von Prof. Dr. Hans Ulrich und Dr. Walter Krieg stammen aus dem Jahre 1972. Ulrich/Krieg verstanden das St. Galler Management Modell als einen Orientierungsraster, ein «Leerstellengerüst», wie sie es nannten. Ziel war es, der Vielzahl an Inhalten eine wirksame konzeptionelle Ordnung zu geben und dabei sämtliche Aspekte der Führung abzubilden. Das St. Galler Management Modell ermöglichte in der Folge die Weiterentwicklung der Betriebswirtschaft zur systemorientierten Managementlehre. Von 1984 bis 1994 leitet Prof. Dr. Dr. hc. mult. Knut Bleicher das Institut für Betriebswirtschaft an der Hochschule St. Gallen (heute Universität St. Gallen). In seinem viel beachteten Werk «St. Galler Management Konzept» baute er den Ulrich'schen Bezugsrahmen weiter aus. Prof. Dr. Dr. hc. mult. Knut Bleicher, der seit über 10 Jahren im Beirat der St. Galler Business School wirkt, vertiefte die Herausforderungen auf normativer und strategischer Ebene. Im Jahre 2002 veröffentlichte Prof. Johannes Ruegg-Sturm «Das neue St. Galler Management-Modell», Grundkategorien einer integrierten Management-Lehre.
--> Artikel von Professor Dr. Emil Brauchlin zu den Anfängen des St.Galler Management Modells
Erfolgreicher Praxistransfer des St.Galler Modells
Der Weitsicht von Professor H. Ulrich ist es zu verdanken, dass aus den ersten Erkenntnissen und Publikationen des Jahres 1972 ein grosser volkswirtschaftlicher Nutzen weit über St. Gallen hinaus entstand. Die von ihm geförderte Teil-Privatisierung der Weiterbildung ermöglichte es seinen Schülern, erfolgreiche St. Galler Bildungszentren auf- und auszubauen. Zu einem Pionier der privaten Institutionen zählt Dr. Günther Pipp, der Gründer der MAB Business School.
Seit über 25 Jahren ist MAB nun an vorderster Front, wenn es darum geht, die Erkenntnisse des ganzheitlichen, system-orientierten Management Ansatzes in die Praxis zu transferieren. Tausende von Führungskräften wurden durch unsere Dozenten geschult. Im Rahmen von oft mehrjährigen Entwicklungs- und Consulting-Projekten konnten wir die Wirkung dieses Ansatzes mitgestalten und seine Resultate beobachten.
MAB bietet in ihrem Ansatz den Vorteil mehrerer Modelle. MAB überlässt dabei die Grundlagenforschung grösstenteils den Universitäten. Die Kernkompetenz von MAB ist es, die Ergebnisse dieser Forschung
- zu studieren
- auszuwerten
- auf ihre Praxistauglichkeit hin zu überprüfen
- sie so aufzubereiten, dass sie Praktiker und Management in Form von Seminaren und Programmen vermittelt werden können
Diese Fokussierung bringt ganz entschieden Vorteile:
- Das Beste aus mehreren Management Ansätzen statt nur Beharren auf einem einzigen Modell
- Globales, aus mehreren Forschungs-Standorten generiertes Wissen
- Intensivere Prüfung neuer Management-Erkenntnisse im Hinblick auf ihre Praxistauglichkeit
- Kein Guru-Wissen, sondern breit abgestützte Erfahrung und Best Practices








